08.04.2022

 

Andrea allein unterwegs :-) Heute fahre ich nach Leon.
 
Und statt mich ins Taxi zum Busbahnhof fahren zu lassen, nehme ich den lokale Bus zum Terminal der Interlocales – Minibusses. Das hat mir Alfred empfohlen und auch wenn ich erst mal Schiss hatte … habe ich mich dran gehalten. Nach einem superleckeren Frühstück – danke Juana - mit Melone und Papaya sowie Eiern mit Reis, mache ich mich auf den Weg.

Es ging mal wieder „wie von alleine“ und meine Unsicherheit war mal wieder völlig überflüssig. Auch wenn im lokalen Bus kein Platz mehr war, stand schnell eine junge Frau auf und liess mich „alte Dame“ sitzen. Hat schon Vorteile „graue Haare“ zu haben. Mit der jungen Frau unterhielt ich mich ein wenig – erzählte ihr woher ich komme, wohin ich heute möchte und sie zeigte mir dann, wann ich aussteigen muss. Da solle ich nur über eine stark befahrene Strasse gehen und dort war die Station. Das „Problem“ der Strassenüberquerung löste ein freundlicher junger Mann, der unser Gespräch wohl verfolgt hat und mir sagte, er würde mir zeigen, wo das Terminal der Minibusse genau ist. Er ging ziemlich überzeugt über die Strasse und ich versteckte mich hinter ihm :-) und lief mit. Am Terminal stand der Minibus nach Leon abfahrbereit – ich bekam den letzten Platz und mein Rucksack wurde hinten im Kofferraum untergebracht – und schon ging es los.

Der lokale Bus kostete sagenhafte 2,5 Cordoba – also ca. 0,06 Euro, der Minibus für eine Fahrt von ca. 1,5 Stunden 70 Cordoba – also weniger als 2 Euro. Mit meinen Sitznachbarn konnte ich mich halbwegs unterhalten, wobei ich echt Schwierigkeiten mit dem lokalen Akzent habe. Trotzdem konnte ich erfahren, dass ich bis zum Terminal fahren soll und das Taxi zum Hotel nicht mehr als 50 Cordoba kosten dürfe. Eine wichtige Information, denn als wir ausstiegen wurden mir Fahrten mit 150 bzw. 100 Cordoba angeboten. Nicht, dass mich das arm gemacht hätte – aber als Ausländer besch...en zu werden, finde ich nicht so dolle.

Der Taxifahrer, der mir dann den korrekten Preis anbot, fand zwar das Hotel nicht auf Anhieb – aber mithilfe eines kurzen Anrufs beim Hotel, haben wir es dann doch geschafft :-).

Das Hotel ist der PURE LUXUS. Nicht nur, dass die Dusche funktioniert – es gibt sogar Klimaanlage – was bei knapp 40 Grad einfach nützlich ist. Ich muss nicht erwähnen, was ich als ERSTES getan habe. Ich stinke nicht mehr.

Kleine Geschichte am Rande: im Hotel bittet man mich, die Reservierung über Booking.com zu stornieren. Das spart mir 6 Dollar an Kosten – was das Hotel sich dadurch zusätzlich spart, möchte ich nicht wissen. Tue ich natürlich gerne, weil ich letztlich ja nur wenig von diesen Plattformen halte, die die kleinen Anbieter ziemlich ausnehmen.

Im Hotel wohnt eine Amerikanerin und ein Schotte dauerhaft in einem Appartment. Die sind beide schon vor Jahren nach Nicaragua ausgewandert, stören sich nicht am Stacheldrahtverhau sämtlicher Gebäude, finden das völlig normal. Sie geben mir ein paar Tips, wo man hier gutes Streetfoot bekommt und wir schwätzen ein bißchen. Dass ich mir überlege Europa zu verlassen, weil es Impfzwang gibt, konnte insbesondere die Amerikanerin nicht verstehen. Sie hatte – lt. Eigener Aussage – vier mal Covid, leidet angeblich unter Long Covid und ist überzeugt, dass ihre drei Impfungen mit Sputnik sie vor schweren Verläufen geschützt hat. Ohne Worte!

Der kleine Pool ist auch sehr nett – besonders nach meinem Spaziergang durch die Stadt, war es anschließend sehr entspannend sich dort ein wenig treiben zu lassen und Unterwassergymnastik zu betreiben. Das half meinem schmerzenden Knie – das hatte ich noch nicht erwähnt. Vorvorgestern hat es mich in Rama – mal wieder – geschmissen. Und natürlich mein hinniges Knie erwischt. Die Schmerzen am ersten Tag danach haben nicht zu meiner guten Laune beigetragen :-( … aber es hat sich – nach einem Tag komplette Ruhepause – wieder halbwegs gefangen.

Darum war mir auch die Wanderung durch die Stadt Leon auch möglich. Eine alte Colonial-Stadt mit vielen Kirchen und vielen Märkten, wo man wirklich alles mögliche kaufen kann.



Ich leiste mir einen – unverschämt teuren – Eiskaffee. Aber das muss einfach sein. 161 Cordoba – fast 4 Euro – aber ok. Ich bin auf Urlaub. Zum Vergleich. Für mein Abendbrot habe ich mir 4 Bananen, eine Tüte Früchte, deren Namen ich nicht weiss, 1 Avocado und drei Stückchen gegrilltes Rindfleisch für insgesamt 140 Cordoba gekauft.

Dieses Abendbrot habe ich gerade in aller Ruhe genossen und werde mich – nach online stellen dieser Tages-Impression – in mein kühles Zimmer zurückziehen. Morgen geht es – vermutlich – an den Strand.

CU!
 
Zum Überblick Blog     

Ich möchte informiert werden, wenn's was Neues gibt:

Meine E-Mail-Adresse: