22.05.2020

Von Andrea Drescher

Der Menschenversuch

 

„Wer über den Nutzen von Impfungen spricht, darf über mögliche Schäden nicht schweigen“, erklärt Tobias Schmid vom Bundesverband Impfschaden e.V. im Rubikon-Interview.

 

Die Sicherheit von Impfstoffen ist ein Thema, das viele Menschen aktuell beschäftigt. Speziell nachdem Politiker und auch Mediziner immer wieder davon sprechen, dass eine Normalität in Zeiten von Corona erst wieder möglich sein wird, wenn ein Impfstoff verfügbar ist. Dieses Szenario nimmt alle Bürger in die Geiselhaft der Pharmaindustrie und übt einen erheblichen Zeitdruck auf die Forscher aus, die nach einem neuen Impfstoff suchen. Die Sorgfalt könnte dabei zu kurz kommen. Dabei zeigen Beispiele aus der Vergangenheit, wie gefährlich manche Nebenwirkungen schnell zusammengeschusterter Präparate sein können.

„Wie sicher kann so ein Impfstoff sein?“ Das ist die daraus resultierende Frage, die sich viele Menschen heute stellen und auf die sie keine Antwort finden. Die Menschen werden einerseits durch meist nicht belegte Aussagen in sozialen Netzwerken über Impfschäden verunsichert, da offizielle Informationen und Daten für den Normalverbraucher kaum verfügbar sind — andererseits werden Impfungen seitens der offiziellen Stellen aus Politik und Medizin immer wieder als sicher, notwendig und ein Zeichen der Solidarität des Einzelnen für die Gesellschaft propagiert.

Bekannt und offiziell bestätigt ist, dass die Impfung gegen die Schweinegrippe 2009 zu Impfschäden geführt hat. Aber auch hier können Laien keine offiziellen Zahlen zu anerkannten Impfopfern in Deutschland auffinden.

Im Ärzteblatt — sicher kein der verschwörungstheoretischen Szene zuordbares Medium — konnte man lesen:

„Die rätselhafte Epidemie von Narkolepsie-Erkrankungen, zu der es 2009/10 nach der Grippeimpfung mit Pandemrix gekommen war, wird durch eine neue Studie in Science Translational Medicine (2015; 7: 294ra105) einer Klärung näher gebracht. Vermutlich handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die gegen Hypocretin-Rezeptoren im Schlaf/Wach-Zentrum des Gehirns gerichtet war.“

Um sich ein Bild zum Thema Impfsicherheit in Deutschland zu verschaffen, sprach Rubikon-Autorin Andrea Drescher mit Tobias Schmid, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des Bundesverband Impfschaden e.V., ehemals Schutzverband für Impfgeschädigte e.V., seit 1967 in Bad Tölz — dessen Verband wohl mit den besten Überblick über Impfschäden in Deutschland hat.

 

Erschienen bei Rubikon

 

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