26.01.2026

 

Andrea vom Land in der großen Stadt Medellin. das war ein Kulturschock heutel. Wer glaubt, die Wiener Osttangente oder die A5 bei Frankfurt wäre befahren, dem sei eine Einfahrt in Medellin empfohlen.
 
24.1. Ankunft in Medellin
Das war ein Kulturschock heutel. Die Fahrt mit Bus in die Stadt vom Flughafen hat mir 100.000 Pesos gespart. 20.000 für den Bus und 25 bis zur Unterkunft dann mit Uber. Statt 150.000 – das war easy.

Aber …

Auch wenn das der Stadtteil in dem ich wohne sehr angenehm ist ist das Umfeld echt stressig. Meine Gastgeberin hat mir aber einen schönen Plan für morgen gemacht, so dass ich raus aus der Stadt komme und wieder zurück in die Natur. Der Plan ist allerdings sehr ambitioniert, ich werde wohl nur ein Drittel davon machen können aber besser als gar nichts

25.1 Guatape

Impressionen von guatape, die 5 srunden fahrzeit hin und zurück haben sich gelohnt. Ein sehr buntes Städtchen mit einer tollen Seenlandschaft. Bei der Bootsfahrt habe ich erfahren, dass viele reiche Drogenbarone hier oben ihre Hütten hatten. Betonung liegt auf hatten.
Den Aufstieg zu dem Rock hat das Universum mir leider nicht gegönnt. 700 Stufen. Dann hätte ich wohl kein Knie mehr
Nach diesem Tagesausflug von 12 Stunden bin ich eh komplett streichfähig. Hatte ich schon erwähnt? Die Menschen sind hier extrem hilfsbereit, sonst hätte ich diese (tor)tour wohl auch nicht geschafft

Hintergrund aus dem Netz
Guatapé, ein buntes Städtchen in Kolumbien, ist weltbekannt für den massiven Felsen
Piedra del Peñol, den man über 700 Stufen für eine spektakuläre Aussicht besteigen kann. Zu den Highlights zählen Plazoleta de los Zócalos, der Malecón (Uferpromenade) und Bootstouren auf dem Stausee

Bilder

26.1. Comuna 13

Nach dem anstrengenden Ausflug gestern sollte es heute ein ruhiger Tag werden. Auch ohne pharmazeutische Hilfsmittel wie Schwindel- und Schmerztabletten. Ich fahre mit der U-Bahn zur Communa 13 und bummel ein bisschen durch das Barrtio und schau mir die Rolltreppen an. Ein ruhiger tag eben.

Ich dachte, Gott lachte.

Er begann damit, dass mein Internet am Handy versagte. Ich hatte wohl nicht genug geladen. Nach einigem rumsuchen fand ich einen Laden, wo man aufladen konnte. Nur wusste ich meine Nummer nicht. Ok – eine neue SIM kostet 1,20 Euro. Das leiste ich mir gerne, denn ohne Internet …

Die junge Verkäuferin tauschte die SIM aus – und es funktionierte weiter nicht. Sie behauptete, das läge am schlechten Empfang. Ich solle ein paar Meter gehen …

Ein paar viele Meter ging immer noch nichts. Ich zurück in den Laden. Jetzt lag es angeblich an meinem Handy. Also habe ich gezeigt, dass meine österreichische SIM sehr wohl funktioniert.

Jetzt lag es angeblich am SIM-Karten-Slot. Also habe ich die Österreichische in den zweiten Slot getan – und Voila – wieder konnte ich auf die SIM zugreifen. Es lag also nicht am Slot.

Letzer Versuch, die kolumbianische SIM in den Slot wo die österreichische zuerst drin war – und oh wunder: jetzt funktionierten beide.

In der Zwischenzeit war mein Blutdruck wohl auf 179: 100 … Calmate … Aufgeregt hat mich am meisten, dass die Verkäuferin mich abfertigen wollte, ihr war es wohl sch… egal ob es funktioniert oder nicht. Erinnert mich stark an die Service-Qualität bei uns … die erste unfreundliche Kolumbianerin auf dieser Reise … Meine Nerven. Ganz ohne irgendeine Aufregung geht es wohl nicht.

Aber ok – jetzt hatte ich wieder Netz und konnte mit dem Bus weiter fahren zum Viertel.

Das Viertel liegt am Berg – darum die immerhin 6 Rolltreppen - und der ist steil. Sehr steil. Rauf ging ja noch, aber runter ….

Gemeinsam mit zwei Bogota-Touris nahmen wir uns eine Reiseführerin, die uns ca. 3 Stunden durch das Getümmel der Gassen und Geschäfte führte und einiges erklärte. Viele Ecken hätte ich nicht ohne sie gefunden. Kosten für mich 12,50 Euro davon die Hälfte Trinkgeld – das war es definitiv wert. Besonders toll: ich fand Mangostinos – eine mir bis dato völlig unbekannte Frucht, die aber unfassbar lecker ist.

Bunt, laut aber sicher – im Gegensatz zu früher, wo Mord und Totschlag wegen der Drogen wohl an der Tagesordnung waren. Hier wurde durch Militär und Paramilitär aufgeräumt und ein völlig neues Viertel geschaffen. Wie man in diesen Gassen noch Motorrad fahren kann, erschließt sich mir nicht. Ich fand es so schon anstrengend genug, aber mit einer Maschine? Nie und Nimmer.

Irgendwie schaffte ich es wieder runter … genoß ein Mittagessen für 3,50 Euro und fuhr wieder zurück zur Unterkunft – wo ich gegen 16.30 ankam und mich aufs Bett fallen ließ.

Morgen soll es wieder eine „anstrengede“ Tour werden nach der Erholung heute … ähm …

Hintergrund-Infos aus dem Netz

Die Comuna 13 in Medellín verwandelte sich von einem der gefährlichsten Viertel der Welt, geprägt von Drogenkartellen, Guerillas und Gewalt in den 1990ern, zu einem Symbol der Hoffnung und des Tourismus
. Nach der brutalen Operation Orion 2002 brachten soziale Investitionen wie Rolltreppen und Streetart-Projekte den Wandel. 

Bilder:
 
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